Yearly Archives: 2017

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16.09.17 Innehalten

Mein Lieblings-Lebensgefühl heißt Sommer. Da geht alles Schlag auf Schlag, alles pulsiert, expandiert, alles lacht und tanzt und feiert. Das Leben ist draussen. Es ist leicht, es ist heiß und es ist laut. Rock’n’Roll irgendwie. Genau so, wie ich es mag. Doch spätestens, wenn die Tage nicht nur kürzer, sondern auch kühler werden, ziehen wir alle so langsam wieder unsere Köpfe ein, verkriechen uns zunächst in unseren Schals und Herbstjacken, in unseren Wohnungen und schon bald wieder ein bisschen in uns selbst.

Der Herbstbeginn – und für mich auch der Schulanfang – markieren genau diesen Wendepunkt, von Außen nach Innen, vom Tun zum Ruhen, vom Sein zum Werden. Jetzt, wo ich so darüber nachdenke, merke ich, dass ich mich aber auch darauf freue. Innehalten, Kreativ-Sein und mit neuer Kraft vorausträumen.

Denn da passiert noch Einiges in nächster Zeit:

Im Oktober fliege ich gemeinsam mit 6 wundervollen Kollegen zum „Creators Musicalwettbewerb“ nach Hamburg, wo wir einen 60-minütigen Ausschnitt von Karl A. Lindners Stück „B A Star“ in einem hübschen Theater auf der Reeperbahn präsentieren werden. Ich freu mich sehr darauf, die Hauptrolle „Marie“ zu entwickeln und in der Uraufführung zum Leben zu erwecken.

Im November gibt’s ein Wiedersehen mit dem unbeschreiblichen JJ King und seinem Orchester, gleich zwei Mal im Brucknerhaus Linz. Alle, die die legendäre Musik von Elvis ebenso feiern wie wir, sollten sich für den 9. November 2017 möglichst rasch die letzten Restkarten sichern.

Im Dezember freu ich mich auf ein ganz besonderes Heimspiel, wenn wir mit „Conchita“ & Band im Linzer Musiktheater auftreten werden.

Zwischen all diesen Highlights wächst ein großes Wunder weiter heran. Mein Soloalbum, das größte Glück meines Lebens, das jetzt noch ganz klein und fein und geheim ist. Ich freu mich drauf, euch noch in diesem Jahr mehr davon erzählen zu können. Doch bis dahin übe ich mich im Innehalten, Abwarten und Tee trinken.

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20.08.17 Sommergefühle

Der aufregendste Sommer meines Lebens hat in genau diesem Moment, als dieses Foto (Hans Eder, Donaubühne Tulln, 19.08.17) aufgenommen wurde, seinen Gipfel erreicht.

Ich habe in den letzten Monaten im Schnitt 10 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche gearbeitet und nicht eine Sekunde davon bereut. Ich habe als Maria Magdalena vor über 15.000 Besuchern auf der Felsenbühne Staatz eine der größten weiblichen Musicalrollen, die je geschrieben wurden, verkörpert. Ich habe mit der umwerfenden Conchita und ganz großartigen Musikerkollegen einige der schönsten Open-Air-Bühnen Österreichs geteilt und sogar einen Tag und ein legendäres Konzert in Lignano verbracht. Doch das Schönste an diesen aufregenden Wochen war, dass ich dazwischen jede freie Minute im Studio sein durfte, wo mein Produzent Florian Cojocaru (ECHOPILOT) und ich den Grundstein für mein Soloalbum, das 2018 erscheinen wird, gelegt haben.

Und dann steh ich gestern, als letzte Amtshandlung vor meinem offiziellen Ferienbeginn, vor über 1000 glücklichen, jubelnden Menschen, denen der strömende Regen und die kühlen Temperaturen nichts anhaben konnten, im Schlussapplaus. Und jetzt schau ich mir dieses Bild an und weiß, nein fühle, was mir gestern Abend, am Ende unseres Konzertes nicht nur durch den Kopf, sondern durch den ganzen Körper gegangen ist. Ich hatte Gänsehaut im Herzen. Und Hans Eder hat den Moment für uns eingefangen, für den ich nur ein Wort finden kann: Dankbarkeit.

Für diese Momente, in denen man im ganzen Körper fühlt, dass sich jede Anstrengung, jeder Rückschlag, jeder Tropfen Schweiß gelohnt haben. Für diese Momente, in denen man selbst nicht fassen kann, was für ein fantastisches Leben man führen darf. Und für all die wundervollen Menschen, mit denen man dieses Abenteuer teilen darf.

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27.07.17 What’s the Buzz!? Was ist los!?

Am vergangenen Freitag ist die Premiere unserer Open-Air-Inszenierung von Jesus Christ Superstar auf der Felsenbühne Staatz erfolgreich über die Bühne gegangen. Die Aufregung und die Vorfreude waren natürlich gleichermaßen groß, nach fünf Wochen Probenzeit endlich zeigen zu können, wie die Geschichte von Jesus, Judas und Maria Magdalena im Jahr 2017 aussehen könnte.

Maria Magdalena ist wohl eine der faszinierendsten Frauenfiguren der Geschichte. Im Spagat zwischen einem 2000 Jahre alten Mythos, der traditionellen Auslegung der röm.-kath. Kirche und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen habe ich jeden Abend auf der Bühne die Chance, eine neue Interpretation dieser berühmten Musicalfigur zu erzählen. Und die Kulthits „I don’t know how to love him“ oder „Everything’s Alright“ zu singen. Ich freu mich auf jede einzelne der noch verbleibenden (und bereits ausverkauften) Shows. Yippie!

Foto-Credit: H.Schilhammer

(c) Conchitas Wurstgemeinde facebook

29.06.17 Der Sonne entgegen

Was war das für ein unvergessliches Konzert mit Conchita und ihrer Band auf der Burgarena Finkenstein am 17. Juni 2017. Die Kulisse war atemberaubend, der Wettergott hat es sehr gut mit uns gemeint und uns einen Vorgeschmack auf hoffentliche viele lauschige, warme Sommerabende geschenkt. Anja und ich hatten einen kurzweiligen Mädels-Roadtrip nach Kärnten, um uns dort gemeinsam mit Severin Trogbacher (musical director & git), Oliver Kerschbaumer (keys), Peter Schönbauer (bass), Flo Koch (drums) und der umwerfenden Conchita eine Bühne zu teilen. Ein absolutes Highlight meiner bisherigen Backgroundsängerinnen-Karriere. Gerne mehr davon.

Und weil’s so schön war, wurden wir gleich spontan nach Lignano eingeladen, wo wir am 8. August nun auch mit von der Partie sein werden. Also, wer seine Sommerurlaubspläne noch nicht fixiert hat, lässt sich davon vielleicht zu einem spontanen Italienurlaub überreden!? Ich freu mich sehr darauf.

Bis dahin werd ich wieder intensiv Open-Air-Musical-Bühnenluft schnuppern. Bei Temperaturen wie in Lignano am Strand, aber eben auf der beeindruckenden Felsenbühne in Staatz, wo sich Tag für Tag eine Neuinszenierung von Jesus Christ Superstar zusammensetzt. Statt dem Meer in der Nähe freuen wir uns hier über die Gartendusche, die in diesem Jahr für die Künstler im Backstagebereich installiert wurde. Im Schatten der Walnussbäume, mit dem Laptop auf dem Schoß, schreibe ich euch auch von da aus, mit den herrlich süßen Marillen aus dem Nachbarort im Mund und mit Leuchtstift und dem Evangelium der Maria Magdalena neben mir liegend. Ein Sommer wie ich ihn mag. Arbeiten und Glücklich sein. Schön, wenn das manchmal so einfach ist.

Foto (c) Conchitas Wurstgemeinde, facebook

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12.06.17 Abenteuer Alltag

Die letzten Wochen ging es wieder ordentlich rund und wenn ich ehrlich bin, so schnell wird sich das auch nicht ändern. Alle Jahre wieder. Im Sommer. Und schön ist das. Anfang Mai hab ich für meine wunderbare Kollegin und sehr gute Freundin LYLIT die Wiener Festwochen eröffnet. Vor uns 35.000 Menschen am Rathausplatz und diverse ORF-Kameras, hinter uns eine fantastische Band und die Wiener Symphoniker. Mehr darf man sich manchmal einfach auch nicht wünschen. Das war ungalublich. Eines meiner schönsten Konzerterlebnisse überhaupt.

Und jetzt geht’s schon wieder munter weiter. Conchita hat ihre Band um zwei Backgroundsängerinnen erweitert und ich freu mich riesig, mit Anja Obermayer von Chilli da Mur diesen Job machen zu dürfen. Am kommenden Samstag ist in Kärnten, auf der Burgarena Finkenstein Premiere dieses Programms, dem hoffentlich noch viele Konzerte folgen werden.

Ach ja, und dann beginnen am kommenden Donnerstag außerdem die Proben für „Jesus Christ Superstar“ auf der Felsenbühne Staatz. Da wird’s ned fad. Das reimt sich. Und was sich reimt ist gut.

Habt einen unvergesslichen Sommer. Und wenn nicht: Macht ihn euch selber!!!

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08.05.17 „B A Star“

Unsere Freude war nicht in Worte zu fassen. Karl Lindners Showtrailer von „B A Star“ hat am 1. Mai tatsächlich einen der Finalplätze des „CREATORS – neue Musicals braucht das Land“ – Wettbewerbs im Hamburger Schmidts Tivoli Theater abgestaubt. Somit haben wir nun einen Geldpreis gewonnen, den wir in die abendfüllende Show investieren und am 16. Oktober beim Finale präsentieren können. Wir hatten eine ganz fantastische Zeit in Hamburg und sind sehr dankbar für diese fantastische Chance.

Doch zum Ausruhen ist jetzt vorerst einmal keine Zeit, denn diese Woche steht schon das nächste Bühnenhighlight auf dem Programm: Die Eröffnung der Wiener Festwochen am Freitag, 12. Mai 2017. Ich freue mich sehr, für meine wundervolle Kollegin und allerliebste Freundin Lylit im Backgroundchor gemeinsam mit den großartigen SängerInnen Sabeth Puri-Jobi und Ricarda Oberneder zu singen. Wer es nicht persönlich nach Wien auf den Rathausplatz schafft, kann sich auf ORF ein Bild unserer Performance machen.

Regina Mallinger (c) Thomas Lackner

25.04.17 kreativer Kurzurlaub

Unter dem Motto „Neue Musicals braucht das Land“ suchen die Initiatoren des CREATORS Musicalwettbewerbs neue Autoren & Komponisten. Ich freu mich sehr, dass mein langjähriger Freund und musikalischer Begleiter Karl A. Lindner meinen Rat befolgt und sich mit seinem Stück „B A Star“ bei diesem Wettbewerb beworben hat. Noch mehr freue ich mich, dass er aus den über 70 Einsendungen unter die 10 Vorrunden-Teilnehmer gewählt worden ist, die nun eine 20-minütige Performance auf die Bühne des zauberhaften Schmidt Theater Hamburg bringen dürfen. Und der Freude natürlich noch nicht genug, zerreißt es mich fast ob des Umstandes, dass er mich und meinen Kollegen Harald Baumgartner am 1. Mai zur Kurzpräsentation mitnimmt. Wieder einmal echte Theaterluft schnuppern, noch dazu unter so künstlerisch-kreativen Rahmenbedingungen … Juhu. Hab ich schon gesagt, wie sehr ich mich freue?

Regina Mallinger 2017

10.04.17 Überraschung

Manchmal reicht eine ganz bestimmte Berührung, ein Klang oder ein seltsamer Duft und das Gehirn packt fast verloren geglaubte Eindrücke aus, als wären es vergessene Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Und dann zeigen sich farbenfrohe Erinnerungen, so klar und pur, als würde man sich ein altes Fotoalbum anschauen.

So in etwa ist es mir vor ein paar Tagen gegangen, als ich zum ersten Mal wieder ein Akkordeon in die Hand genommen habe. Die Aufregung, bis meine Mama zum ersten Mal mit meinem nagelneuen, rot-marmorierten Akkordeon nach Hause kommen würde; der Duft der Lederriemen; das Klappern der Tasten oder das Atmen des Balges; die Autofahrten in die Musikschule; der ungeliebte Kampf mit den Noten; das ‚last-minute-üben‘ kurz vor der Unterrichtsstunde; das gemeinsame Musizieren mit den anderen Kindern; die ersten Klassenabende; der erste Applaus.

Alles wieder da. Überwältigend. Darauf war ich nicht vorbereitet.

Ich hatte gehofft, dass es sich gut, vielleicht sogar vertraut anfühlen würde. Ich hatte gehofft, dass ich instinktiv noch weiß, wie man Musik aus so einem Ding rausholt. Aber ich hätte nie im Leben daran gedacht, wieviele Erinnerungsfetzen und Gefühle, wieviel Kindheit und Leben an so einem Instrument hängen können. Hätte ich es gewusst, hätte ich bestimmt nicht 17 Jahre damit gewartet, mir wieder eines anzuschaffen.

Gut, ich gebe zu, als Teenager hab ich eine gewisse Hassliebe zu diesem Musikinstrument entwickelt. Ich war faul beim Üben und trotzdem musikalisch ehrgeizig. Ich hab viel lieber Stunden am Klavier meiner Schwester herumgeklimpert, als meine Hausübungen für die Musikschule zu machen. Und naja, was soll ich sagen, als Jugendliche kommt dir Akkordeon halt leider nicht so cool vor wie Gitarre oder Schlagzeug. Oder Singen. Diese Summe an Widrigkeiten hat irgendwann dazu geführt, dass ich es verkaufen wollte, um mir von dem Geld meinen Führerschein zu bezahlen.

Je mehr Jahre vergangen sind, desto öfter haben sich Erinnerungen, Neugierde und Sehnsucht vermischt und der Gedanke ist weitergegoren, zu meinen musikalischen Wurzeln zurückkehren zu wollen.

Vielleicht nur als Hobby. Vielleicht aber auch für mehr.
Lasst euch überraschen!

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12.03.17 Mundwerk

Ich bin verliebt. In meinen Beruf. Jeden Tag ein bisschen mehr. Es ist herrlich. Am vergangenen Samstag war ich mit meinen bezaubernden Kolleginnen Petra Linecker & Karin Zehetner im Tonstudio der Mundwerkcrew, um die Backing Vocals für deren neues Album beizusteuern. Ach Kinders, das wird fett. Freut euch drauf. Ich tu es jedenfalls. Es war so schön, es hat mich sehr gefreut.

Regina Mallinger (c) Gerd Schneider

16.02.17 Alles zu seiner Zeit

„Gut Ding braucht Weile“ sagt der Volksmund. 1000 Mal gehört. 1000 Mal gefühlt. Und trotzdem ist meine Ungeduld immer wieder auf’s Neue überrascht, dass alle diese Weisheiten ebenso einfach wie kompliziert sind. So ist das manchmal mit dem Leben. Überraschend schön. Denn hinter meinen beruflichen Alltags-Kulissen passieren ganz wunderschöne Dinge, von denen ich euch hoffentlich ganz bald konkret etwas erzählen kann. Aber bis dahin nehm ich mir den Volksmund auch da zu Herzen, wo er sagt „Verschrei ma’s ned!“ Also könnt ihr weiterhin gespannt sein. Ungeduld für alle.

Wovon ich aber schon erzählen kann, sind die bevorstehenden Konzerte mit meinem guten Freund Karl Lindner, der sich nach Jahren guten Zuredens nun endlich mit seinen großen und kleinen Kompositionen auf die Bühnen dieses Landes traut. Mein Kollege Harald Baumgartner und ich singen seit 15 Jahren seine berührenden Melodien und zerbrechlichen Stimmungsbilder und tun dies mit Freuden auch bei den Konzerten in Wien, Linz, Steyr und Vöcklabruck (Details). Unter dem Motto „Still! Silent“ präsentieren wir einfühlsame, herzzerreißende und komische Lieder, die am ehesten dem Genre „Musical“ zuzuordnen wären, müsste man sie kategorisieren. Muss man aber nicht. Man kann sich einfach überraschen lassen.