07.01.15 Volle Kraft voraus

Was waren das für herrliche Ferien!? Ich hab sie sehr genossen und einfach Mal nichts getan. Wirklich! Nichts!

Nichts, das den Hintergedanken hatte, dass irgend etwas erledigt, aufgearbeitet oder vorbereitet werden muss oder dass am Ende etwas „dabei rausschauen“ muss. Ich hab einfach nur getan, was mein Herz erfreut hat. Ich hab gelesen, gute Filme geschaut, deliziös und inspiriert gekocht. Ich habe den ganzen Tag im Pyjama verbracht und mich gefühlt als wäre ich 5 Jahre alt. Und ich habe Zeit mit Menschen verbracht – ganz normal gekleidet, versteht sich – für die leider im normalen Leben zu wenig Zeit bleibt, weil wir alle unsere Prioritäten woanders haben. Weil wir alle ein ganz normales Leben haben. Das ist schade, ja, aber ganz ohne Vorwurf auch ganz normal!

Nun ja, und natürlich habe ich diese Momente am allermeisten genossen, wo es mich dann wie magisch zu meinem Klavier gezogen hat. Mein Gott, wie lange ist das her, dass ich mich ohne Erwartung oder Auftrag an die Tasten gesetzt habe? Sich einfach nur hinsetzen und spielen! Der Inspiration vertrauen und sie nicht sofort mit der Peitsche vor sich hertreiben oder krampfhaft festhalten und zu Papier bringen wollen. Und mir ist in diesem Tun Eines ganz klar geworden:

Ich liebe die Musik. Ich liebe es, wenn sie aus mir raus, in mich rein, durch mich durch und um mich herum einfach fließt und ich nichts dafür tun muss. Ich habe festgestellt, dass ich all zu oft – manchmal unbewusst, manchmal ganz deutlich – eher etwas dagegen tue. Mir denken „Jetzt nicht, weil ich muss doch eigentlich vorher blablabla!“ Oder noch schlimmer: Nicht einmal mitkriegen, wenn sie mir leise zuflüstert und mit mir spielen will. Hmmm…

Da fällt mir dann sofort der vielzitierte und hochbewunderte Heini Staudinger ein, mit seinem Firmenleitsatz: „Sei bitte ned so deppad!“ Recht hat er!

Neujahrsvorsatz 2015: Aufhören, sich mit beiden Beinen im Weg zu stehen! Anfangen, den wichtigen Erlebnissen im Leben den Platz geben, den sie sich verdienen – und dazu zählen die Freunde mindestens genau so viel wie die Muse, die Musik um mich herum. Und sich dann einfach denken: Volle Kraft voraus!

In diesem Sinne wünsche ich euch für dieses Jahr eben dieses Erlebnis: Geht in euch, kommt aber auch wieder aus euch heraus! Und dann macht einfach! Einfach Nichts ist manchmal einfach Alles!

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