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20.10.17 Endlich

Es ist soweit! Ich mag mein lange gehütetes Geheimnis mit euch teilen und euch deshalb eine kleine Geschichte erzählen:

Am 11.11.84  wurde ich getauft. Meine Eltern haben dem unbeschriebenen Blatt, das ich damals war, offiziell den Namen „Regina Maria“ gegeben. Seither sind 33 Jahre vergangen, in denen ich mich selbst gesucht, gefunden und wieder verloren habe. In denen ich nicht nur auf 166cm angewachsen, sondern manchmal auch über mich hinausgewachsen bin. Ich bin hingefallen und wieder aufgestanden. Ich habe neu angefangen, durchgehalten und hoffentlich aus jedem meiner Fehler gelernt. Ich habe mich von Menschen, Gefühlen und Träumen, aber vor allem von meinen Vorstellungen von mir und anderen verabschiedet. Ich habe mich vom Leben überraschen lassen und durfte unzählbar viele Wunder in meiner Welt willkommen heißen. Ich fühle mich sehr privilegiert, dass ich so ein glückliches Leben führen darf.

Und dennoch hat mir in den letzten Jahren etwas gefehlt … Mein ureigenstes Musikprojekt, mein künstlerisches Baby. Ich habe mich in meinen Bands beatcollective oder Royal Playground ausprobiert und auch in meinen spannenden Jobs als Backgroundsängerin und Vocal Coach wahnsinnig viel gelernt. Aber die Suche nach mir in meiner Musik wurde immer wichtiger, ehrgeiziger und manchmal auch verzweifelter.

Eines Herbsttages sitze ich wieder einmal mit dieser Sehnsucht, dieser Unzufriedenheit vor meinem Klavier und frage mich: Wie fängt man an?

Und hey, mir ist es auch zu kitschig … aber der Regen hat mich weinen lassen. Und die Tränen haben mich ein Lied schreiben lassen. Und dieses Lied ist das wundervollste Geschenk, das ich jemals bekommen habe. Ich verdanke es meinem guten Freund Florian Cojocaru, der mir seit gefühlten Ewigkeiten klarzumachen versuchte, dass der Dialekt meine schönste Sprache und mein ehrlichster Ausdruck sind. An diesem 6.10.16 schreibe ich also ohne darüber nachzudenken mein erstes Mundart-Lied und mir wird klar, dass ich nie wieder etwas anderes tun will.

Seither ist so viel passiert. Florian Cojocaru schreibt und produziert auf einmal Songs mit mir. Sein Studio ECHOPILOT wird mein 3. Zuhause und alle die dort mit der gleichen Leidenschaft und Hingabe arbeiten, wie ich, werden wie eine zweite Familie für mich. Wir lachen, wir feiern, wir singen, wir weinen, wir arbeiten viel und schlafen wenig. Und wir lieben dieses Leben.

Ein aufregendes Jahr später, in meinem 33 Lebensjahr, gebe ich meinem künstlerischen Baby nun einen neuen Namen:

INA REGEN (c) Manuela Gebetsroither 2017

Ich wünsche mir, dass INA REGEN ein unbeschriebenes Blatt sein kann. Dass sie ihre ganz eigenen Erfahrungen als Künstlerin machen und ihren Weg mutig und furchtlos bei Null beginnen darf. Am 11.11.17 fängt für uns beide also ein neuer Lebensabschnitt an:
INA REGEN wird in diese Welt geboren, wenn ihr erstes Lied „Wie A Kind“ veröffentlicht wird. Danke, dass ihr sie so neugierig und liebevoll in Empfang nehmt.

Foto (c) Petra Karmenar 2017